Mittwoch, 14. September 2011

Wer hat denn heut Geburtstag? *tra la la la laaa*

Die Nora hat Geburtstag, tra la la la laaaaaa. *trälla*

Ja die Kleene hat heute Geburtstag und ist 19 Jahre alt geworden und wir haben uns total in Unkosten gestürzt und versucht einen Kuchen zu backen ;OP Mit wir meine ich meine Kitchenhand den mehligen Messi und meine Wenigkeit. Da wir beide nicht wirklich die begabtesten Teigartisten sind, haben wir darauf verzichtet diesen auch noch selbst zu zaubern, und einen fertigen gekauft. Dafür ist der Mörtel drum rum und der Zement dazwischen, von uns höchstpersönlich und eigens kreiert ;Op
Unser Bauplan sah einen Raspberry Lemington Cake vor und sowas in der Art ist es auch geworden. Hier die Anleitung zum nachbilden, für daheim im Sandkasten ;OP

Teich: Man kaufe fertigen fluffigen Bisquit Boden (Sponge cake) 2 Stück.
Filling: Man schlage 300 ml Schlagsahne ( mit nem Schneebesen) füge 4 Teelöfel Himbeermarmelade hinzu, ne Hand voll Kokosraspel und weiße Schoki. Schmiert das voll fett zwischen die beiden Teigse.
Glibberguß: Man nehme eine Packung Himbeerjelly und ganz viele frische Himbeeren die man pürriert (mit ner Gabel -,-) und wartet bis des Jelly bischen dicke wird und denn mixat man des alles zusammen und kippt des übern Kuchen.
Deko: Man nehme 12 Himbeeren weils ja der 19. Geburtstag is tut die da so drauf, schmeisst kokos (ja SCHMEISST! ;OP ) an den rand vom Glibber und schreibt noch mit weiße Schoki Nora und 19 druff. Und TADAAAAAAA...............


.... haste n Kuchn ;OP




P.S.: jeder der noch nicht gratuliert hat darf das hier gerne als KOMMENTAR ( das ist das wo man nicht nur was anklicken muss wie lustig interessant oder cool sondern selbst etwas schreiben soll ;OP) hier zu diesem Artikel posten. LG NORMI

Sonntag, 11. September 2011

9/11, Regen und Rugby!


Heute vor genau 10 Jahren geschah etwas, was mir damals so ungreifbar und unwirklich vorkam, dass ich noch genau weiß, wo ich an dem Tag war und wie ich von all der Tragödie erfahren habe.
Zum genauen Zeitpunkt war ich in der Schule. Da habe ich noch nichts davon gehört. Erst als ich nach Hause kam und Mutti vor dem Fernseher saß und mich fragte, ob ich schon das Neueste gehört habe, sah ich die schrecklichen Bilder. Ich hatte an dem Tag bis tief in die Nacht die Nachrichten verfolgt und war auch den Tag danach zu nichts zu gebrauchen. Ich hatte damals (und heute eigentlich genauso wenig) Ahnung von Politik und konnte natürlich nicht vorausahnen, was für weite Kreise diese Ereignisse ziehen würden. Aber ich wusste, da war etwas schreckliches passiert, was bis dato in der Form noch nie dagewesen war.
Heute, 10 Jahre später, ist die Angst vor dem Terror so alltäglich geworden, dass wir uns kaum noch dafür interessieren, dass irgendwo in Istanbul, Moskau oder Kabul wieder eine Bombe hochgegangen ist... eigentlich ist es auch keine wirkliche Angst. Denn voraussagen kann man eh nichts und irgendwie fühlt man sich ja doch immer ziemlich sicher... Es trifft ja sowieso immer nur die anderen. Es würde auch keinen Sinn machen, jeden Tag mit einer gewissen Angst aufzuwachen und zu denken: "Heute könnte etwas passieren!". Wirklich Gedanken gemacht hatte ich mir dann letztes Jahr, als Al Kaida Deutschland als eines der ersten Terrorziele beschrieben hat und in der U-Bahn am Alexanderplatz in Berlin plötzlich Sicherheitskräfte mit Maschinengewehren standen. Da war die Angst vor dem Terror nach vielen Jahren wieder zurück. Passiert ist gottseidank nichts.
Für mich ist der heutige Tag ein Trauertag.

Und als würde Petrus mittrauern, hat sich hier bei uns nach wochenlangem Sonnenschein auch wieder Regen eingestellt. Ein richtig typischer, verregneter Sonntag. Da wissen wir auch nicht wirklich, was mit uns anzufangen. Aber uns geht es gut, wir fühlen uns nun, nachdem wir unser Zimmer gewechselt und in einem schnuckeligen, kleinen 4-Bett-Zimmer schlafen, sehr wohl. Denn hier haben wir unsere Ruhe und es ist ja auch nur unwesentlich teurer. Der Ausblick ist eigentlich auch ganz toll, mit direktem Blick auf den Mt. Maunganui und auf die Hauptstraße vor unserer Haustür, wo am gestrigen, sonnigen Sonnabend echt viel los war.
Vielleicht waren auch alle so aufgedreht, weil am Freitag die Rugby-WM losgegangen ist und Neuseeland typisch Klassenprimus haushoch gewonnen hat. 41:10 gegen Tonga (von dem Land hatte ich vorher noch nie etwas gehört... irgend 'ne Inselgruppe nicht weit von Neuseeland^^). Das Spiel selbst haben wir fast komplett im Fernsehen verfolgt, waren aber sehr schnell, sehr gelangweilt, weil das Spiel offensichtlich jeglicher Logik entbehrt und irgendwie total sinnfrei ist. Viel beeindruckender war die Übertragung von der Eröffnungsfeier. Sehr emotional, natürlich viele maorische Einflüsse, Tänze und Gesänge und zum Abschluss ein aufwändig inszeniertes Feuerwerk über Auckland. Vielleicht findet ja jemand eine Zusammenfassung bei YouTube oder so, lohnt sich wirklich!
Mal sehen, was die nächsten Wochen noch bringen und ob Neuseeland wirklich Rugby-Weltmeister wird, dann ist hier der Teufel los^^

Mittwoch, 7. September 2011

Womit schlägt man seine Sahne?

Ja wenn sonst nichts passiert...
Da steht der liebe Messi ganz ungeniert und in der Arbeit vertieft zwischen den bunten Plastikflaschen und dem Restmüll (wer einen meiner letzten Beiträge gelesen hat, weiß damit was anzufangen!), sortiert sich so durch die Müllberge, als er plötzlich etwas in der Hand hält, was sich bewegt. Erschrocken wirft er das etwas reflexartig von sich und realisiert noch im Hinterherschauen, was es war.

Quizfrage: Was braucht 'ne Batterie um richtig zu funktionieren und kann ganz viel Spaß bringen?
A: eine elektrische Zahnbürste
B: ein Duracell-Häschen
C: ein Nass-Rasierer

Richtig, es ist D: der Hausfrau liebstes Spielzeug! Ein VIBRATOR!
Und für alle, die es interessiert: Es war ein handelsüblicher, stinknormaler ohne Schnickschnack in Rosa. Der hatte noch nich' mal Nobben! Und vor Schreck hab' ich ihn bei den bunten Plastikflaschen einsortiert, wo er dann fröhlich weiter vor sich hin vibrierte :)

Samstag, 3. September 2011

Rotorua macht aus uns richtige Stinkstiefel!

Den heutigen Samstag wollten wir nutzen, um unser hart verdientes Geld (sinnlos?) auf den Putz zu hauen. Unser Weg führte uns nach Rotorua, welches etwa eine Stunde Autofahrt südlich von unserem momentanen Heimatort Tauranga liegt. Auf unserem Weg begleitet hat uns Scott "Scotty" McLeod (ja, der heißt wirklich so!), ein gemeinsamer Freund, der uns des öfteren als Chauffeur dient und uns als waschechter Kiwi auch sehr gut helfen kann, wenn uns die Sprachbarriere mal wieder wie Idioten dastehen lässt^^ Scott trägt gerne Pink, ansonsten ist er aber ein sehr lieber und hilfsbereiter Kerl :D

Rotorua ist bekannt für eines der größten Vorkommen an Geysiren auf der ganzen Welt (laut Google 51 aktive Geysire!), also heiße Quellen, die in gewissen Abständen durch die große Hitze im Erdinneren und zum Druckausgleich Wasser in die Luft sprühen. Auf dem Foto links kann man erahnen, wie sowas aussieht. Hier wurde allerdings auf unnatürliche Weise nachgeholfen, indem man ein Stück Seife in den Geysir wirft, welche durch eine chemische Reaktion dann die Eruption auslößt. Das charakteristische Merkmal der Geysire ist deren enormer Gestank, der durch den hohen Schwefelgehalt (und wahrscheinlich auch noch andere Chemikalien) im Wasserdampf verursacht wird. Stellt euch einfach ein paar gekochte Eier vor, die ihr im Topf vergesst und Tage später an sie erinnert werdet, weil eure ganze Bude stinkt. Auf dem Foto unten seht ihr, was dieser beißende Gestank und speziell die Chemikalien der Natur antun... die stirbt nämlich einfach ab. Wie die Pflanzen, die vertrocknen.

Aber der angenehme Aspekt der Geysir-Landschaft ist zweifelsohne das Naturschauspiel und die Farbenpracht. Teilweise kommt einem die Landschaft sehr unnatürlich vor, weil wir etwas vergleichbares vorher ja nie gesehen haben. Und wenn man das ganze praktisch hautnah erleben kann, ist das schon sehr atemberaubend. Es folgen ein paar schöne Bilder, die hoffentlich etwas von diesem einzigartigen Stück Natur einfangen. Das Schild auf dem folgenden Bild zeigt übrigens, dass das Wasser bis zu 100° warm werden kann! Also Kinder, Rentner und Hamster nicht über die Absperrungen klettern lassen ;)







Und da nach dieser Aktivität noch viel Zeit vom Tage übrig war, haben wir noch einen ausgiebigen Abstecher zur "Luge" (vom Messi auch liebevoll "Moulin Luge" genannt) gemacht, eine Art Kart-Bahn mit kartähnlichen Fahrzeugen, nur ohne Motor, da man die ganze Zeit bergab fährt und somit nur seine Richtung kontrollieren muss und dass man nicht zu schnell fährt, denn besonders in den Kurven konnte es richtig haarnadelig werden! Wir hatten mit unseren Tickets die Möglichkeit, 6 Mal auf 3 verschiedenen Strecken zu fahren, wovon jede unterschiedlich anspruchsvoll und dementsprechend langsamer oder schneller war. Anfänglich ging es immer mit der Gondel bzw. Seilbahn auf den Hügel...


...und danach dann ab in die Tiefe. Folgendes Foto lässt zumindest erahnen^^


Und da Normi's Abenteuerlust danach immernoch nicht gestillt war, gönnte er sich noch eine Runde auf einem Giant-Swing-Ding-Irgendwas, welches ihn wie bei einem Pendel auf viele Meter Höhe nach hinten/oben zog, um ihn dann, nach Ziehen einer Leine durch den Fahrgast, ungebremst nach vorne Richtung Tal schwingen zu lassen. Und da noch Platz in der Gondel war (und sie beide das Ticket eh schon vorher gekauft hatten^^), ist Scotty auch noch mitgefahren. Auf dem linken Bild sieht man die beiden noch grinsend VOR der Fahrt.


Es gibt auch Videos vom Giant-Swing sowie von der Kartfahrt, die bei Zeiten sicher auch hochgelanden werden. Also Geduld! Bis dahin verbleiben wir, eure drei Chaoten, mit ganz lieben Grüßen und lassen euch wissen, dass es uns gut geht und wir auch mal wieder unseren Spaß hatten :)

Freitag, 2. September 2011

Freitag ist nicht mein Tag...

Jedenfalls scheint es mir mitlerweil so ^^.
Nachdem ich letzte Woche Freitag früh um 7 sehr unnett geweckt wurde und erstmal feststellen durfte, dass an meiner Brille nur noch ein Bügel dran war, durfte ich blind diese Minischraube in einer Kiste voller Klamotten und anderem Krimskrams suchen und sie dann reparieren. Und als hätte dieser super Start in den Morgen nicht gereicht ist mir dann auch noch mein Haferbrei, den ich zum Frühstück essen wollte, in der Mikrowelle extrem übergekocht und ich durfte den ganzen Mist erstmal sauber machen, bevor ich essen konnte. Und ihr müsst wissen, dass das Aufwischen von Haferbrei ungefähr genauso viel Spaß macht wie das von rohen Eiern... (und wer selbst das noch nich kennt, werft doch einfach mal eins runter und probierts aus ;oP )
Und diesen Freitag hat ich das gleiche Pech auf Arbeit. Zunächst wurde ich nach einer halben Stunde an das Papierband geholt und das is so ziemlich die langweiligste Arbeit, die es in der Recyclingfabrik gibt (bin seit Dienstag nämlich wieder dort arbeiten, weil es keine Fisch gibt), es ist zwar nicht ganz so eklig und riecht nicht so, aber wenn man an diesem Band steht, scheint die Zeit rückwärts zu laufen...Naja, hab mich dann irgendwann damit abgefunden und an sich isses ein recht angenehmer Job, weil man sich nicht so abhetzen muss wie teilweise am anderen Band.
Dann nach ein paar Stunden hatten wir dann einen kleinen Besucher auf unserem Band, der meine Mitarbeiterin und mich erstmal halb zu Tode erschreckt hat. Sie riss auf einmal nur die Arme hoch und schrieb und nicht mal eine Sekunde später wusste ich warum und machte auch erstmal einen Satz vom Band zurück. Die dicke fette Ratte, die dort übers Fließband gerannt war, hat sich sicherlich mehr erschreckt als wir, aber da isse selbst Schuld, wenn se bei uns rumkriecht.
So und zur Krönung hab ich dann noch eine Glasscherbe an den Kopf bekommen. An dem Papierband gibt es nämlich eine Art Abzugsrohr, das die von uns aussortierten Plastiktüten abzieht. In einer dieser Plastiktüten war jedoch noch eine Glasscherbe drin, die dann durch den Sog raus und mir an den Kopf geschleudert wurde. Ich hab mich erstmal erschrocken, weil ich des gar nicht gesehen hatte und nur den Schlag bemerkt habe, aber hab dann auch weiter gearbeitet, weil es war halt nur ein kurzer Schlag war und es nur kurz wehtat. Nachdem ich dann aber überlegt hatte, dass es dort eigentlich keine ganzen Flaschen gibt und es eine Scherbe gewesen sein muss und es dadurch recht unwahrscheinlich wär, dass das keine Wunde verursacht hat, hab ich mir kurz mal an die Storn gefasst und festgestellt, dass dort Blut war. Dann durfte ich kurz mit runter und da wurde mir dann die Wunde desinfiziert und gewartet bis es nicht mehr blutet und dann gings wieder zur Arbeit. Ja und jez siehts aus, als hätt ich mir am Haaransatz einen größeren Pickel aufgekratzt^^. Also eigentlich alles halb so wild =) nur schon der zweite "schwarze Freitag" infolge ^^.

Donnerstag, 1. September 2011

HAPPY BIRTHDAY LIEBE MAMA !!!!

Hallo liebste Mutti wir wünschen dir auch auf diesem Wege alles alles erdenklich liebe zu deinem ** Geburtstag. Wir haben sogar eine, wenn auch nur kleine Überraschung für dich, wenn wir schon nicht mit dir feiern können. schau doch mal auf diesem Link vorbei
Ein kleiner Geburstagsgruss von uns um dir zu zeigen das wir an dich denken, und das es uns gutgeht, und da wir ja wissen du magst die genauso gern wie wir, dachten wir das wäre genau das richtige. *DICKEN KUSSI* deine Kiddies und Kiddies in Spe ;OP

P.S.: da man das Bild nur kurz sieht hier zum lange begaffen ;OP

Donnerstag, 25. August 2011

"kleines Fish-Update" oder "schönen Gruß an Papa"

SO, heut durft ich dann auchmal wieder arbeiten gehen, nachdem ich die letzten zwei Tage zu Hause rumsitzen musste, weils kein Fisch gab.
Allerdings hatte sich heute ein bisschen was verändert. Es gab anderen Fisch. Jetzt musste ich keine Makrelen mehr verpacken, sondern es war Kahawai. Was auch immer das sein mag, aber wens interessiert --> www.gidf.de Jedenfalls waren die Fische eher länglicher und hatten nich son tolles Labyrinth auf dem Rücken. Allerdings hatten die diesemal richtige Schuppen, also sone großen, die dann überall dranklebten. Außerdem waren die im Ganzen auch größer und schwere und es kamen nur 12-14 Fische in einen Karton. Dafür sahen die Fische allerdings nich ganz so schrecklich aus. Erstens weil sie irgendwie generell nicht so zerstört waren, wie die anderen teilweise und zweitens weil sie keine blutunterlaufenden, fehlenden oder sonst irgendwie verstümmelten Augen hatten, somit sahen sie also um einiges freundlicher aus. Zum Schluss kam dann diesmal auch kein blauer, sondern ein grüner Deckel drauf. Soviel zu den kleinen Veränderungen in der Fischfabrik.
Ich hoffe, dass ich ab Montag dann mal durchgehend arbeiten darf, denn ich muss morgen wieder zu Hause bleiben. Und damit ich mich nich langweile, haben die Jungs mir ganz tolle Aufgaben gegeben: Wäsche waschen und Kuchen backen. Ich wollt schon immer Hausfrau werden!!! Achja und ich darf noch für einen Hostelmitbewohner ne Postkarte und ne Briefmarke kaufen. Er hat mich halt ganz nett gefragt und da ich ja eh nichts zu tun habe^^.

Also bis neulich =)
Die Mutti aus Neuseeland

Achja, Erkenntnis des Tages:
Wenn Fische wollen, können sie auch fliegen!!!

Mittwoch, 24. August 2011

Das beste kommt zum Schluss, das Dessert !

Da der Nachtisch ja bekanntlich das leckerste am ganzen Gericht ist, möchte ich euch den nicht vorenthalten, und auch meine Arbeitsimpressionen schildern ;OP

Ich arbeite wie der gute Messi auch in der Recycling Fabrik, allerdings bin ich sozusagen der Mann fürs Grobe. Ich stehe nämlich, zusammen mit Steffie, direkt am Anfang der Maschinerie. Dort wo der Müll aufs Band kommt. Unsere aufgabe hier: Aussortieren der großen Teile, vor allem Pappe, da diese sonst die Maschine verstopfen. Ansonsten öffnen wir Müllsäcke und entfernen den gröbsten "Rubbish" also alles was nicht verwendet werden kann. Was kurrioser Weise eine ganze Menge ist, angefangen von alltäglichen Küchenuttensilien wie Töpfen, Pfannen & Woks, über Bügeleisen, Ladegeräte, Regenschirme & Wasserkochern, bis hin zu Autoreifen, Lenkrädern, Nummernschildern, oder gar ganzen Fernsehern. Was man eben alles so im gelben Sack verstauen kann ne ;OP

Eigentlich ist der Job ganz cool, wenn auch teilweise wirklich anstrengend, da wir wirklich schnell, wirklich viel und wirklich schwere Sachen da raussameln. Das Einzige was wirklich uncool ist, ist der Müll von Auckland, der so 3 mal die Woche eintrudelt. So langsam versteh ich den schlechten Ruf der Aucklander hier im Land, denn die haben wirklich NOCH NIEE NIEE NIEE NIEE etwas von Recycling gehört! Da fahren einfach nur tonnenweise riesige schwarze Säcke rein, die alle eine ganz eigene Überraschung parat halten. Oberste Regel : sobald etwas stinkt was du aufmachst, sofort weg, egal was drin ist. Und ja es ist wirklich alles drin! Da kann es auch schonmal echt unangenehm werden, wenn einem Maden entgegenkrabbeln, eine Schar Kackerlaken das Tageslicht erblickt oder wenn Steffie schreiend vom Band einen Schritt zurück springt, dann hat sie tatsache eine kleine süße Maus erspäht ;OP Aber das Festbankett dauert zum Glück nur 1,5 Stunden wenn wir schnell sind, und kommt auch nur 3 mal die Woche, also alles erträglich.

Erkenntnisse aus diesem wirklich faszinierenden wenn auch manchmal etwas monotonen Job:

1. Ich hasse Aucklander!
2. Zeitung von vorgestern oder letzter Woche lesen kann auch spannend sein.
3. Neuseeländer trinken unmengen an Bier!
4. Ich pack jetzt nicht mehr ganz so gerne Geschenke aus ;OP
5. Das Dessert ist und bleibt immer das leckerste ^^.

Dienstag, 23. August 2011

Nachschlag!

Damit ihr euch auch eine gewisse Vorstellung davon machen könnt, wie der Messi sich in der Recycling-Fabrik abquält, kommt nun folgende Beschreibung:
Der Messi steht vor einer der insgesamt 4 Stationen an einem viel zu schnell laufenden Fließband. Die 4 Stationen beinhalten Plastik-Milchflaschen, weiße Plastikflaschen, bunte Plastikflaschen sowie sonstige Verpackungen und Restmüll. Demzufolge muss der Messi allen Müll vom Fließband fischen, der in die jeweilige Kategorie kommt, vor der er gerade steht. Manchmal steht er auch zwischen den Kategorien und muss dann beides machen. Aber egal wo der Messi steht, er muss jederzeit auch Trinkdosen, Metalldosen sowie Pappe und Papier aussortieren können.
Manchmal ist das Fließband so voll, dass der Messi und seine Mitstreiter in Bergen von Müll kramen und einfach nur alles rumschmeißen, was sie in die Hände bekommen. Anstrengend wird es besonders, wenn vor dem Messi jemand arbeitet, der sehr langsam ist (da gibt es so zwei-drei Kandidaten).
Manchmal muss der Messi auch an ein größeres Fließband, was ausschließlich für Pappe und Papier gedacht, auf dem aber - wie soll es anders sein? - auch genug Restmüll zu finden ist.
Insgesamt arbeitet der Messi 9 1/2 Stunden am Tag, wovon 1/2 Stunde Mittagspause ist und jeweils 2 15-minütige Kurzpausen.

Erkenntnisse der Arbeit:
1. Neuseeländer geben ihr Geld gerne für Pornohefte aus (auch Videos waren schon dabei)!
2. Der Messi hatte jetzt schon mehrere benutzte Damenbinden und auch Windeln in der Hand...
3. Jeder sortiert irgenwie nach seiner eigenen Art aus *grübel*
4. Ich hasse Milchflaschen!!!

Fisch und Langeweile...

Halli hallo hallöle,

ich habe heute frei und mir ist langweilig. ALso warum nicht mal wieder einen (wahrscheinlich nicht ganz soooo interessanten) Eintrag schreiben, is ja schließlich schon wieder eine Woche her, seitdem der letzte geschrieben wurde =).
Seit dem is an sich nicht viel passiert, nur einige jobtechnische Änderungen. Nachdem wir Dienstag und Mittwoche alle drei in der Müllfabrik gearbeitet haben, durfte Donnerstag erstmal nur Messi wiederkommen,d a es für uns anderen beiden dort scheinbar nichts zu tun gab. Ich durfte dafür allerdings in der Fischfabrik anfangen. 10h Fisch verpacken, wer macht das nicht gerne??
Naja an sich isses eigentlich ganz ok, meines Erachtens bedeutend angenehmer als in der Recyclingfabrik aber eben nicht wirklich weniger langweilig und monoton. Man kann sich das ungefähr so vorstellen, ich stehe vor einem Fließband auf dem die ganze Zeit Fisch vorbeikommt, dann drük ich auf einen rot und gelb leuchtenden Knopf und der Fisch kommt zu mir, sodass ich ihn greifen kann. Dann falte ich einen Pappkarton auf, pack eine Tüte rein und pack dann Fisch für Fisch in den Karton, nach der ersten Lage kommt dann noch ne blaue Folie drauf und dann gehts weiter mit der zweiten Schicht, bis der rote Knopf wiedr anfängt zu leuchten und kein Fisch mehr kommt, weil die 25kg erreicht sind. Zum Schluss zieht man dann die Seiten von dem Plastiksack hoch, legt sie übereinander und popelt die Enden irgendwie in den Karton rein (was mit Gummihandschuhen manchmal gar nicht so einfach ist, aber zur Kleidung komm ich nachher noch), klappt einen Decklen auf und macht den Karton damit zu und schiebt den Karton einfach nach vorne auf ein weiteres vor sich laufendes Fließband. Und dann beginnt das ganze Spielchen von neuem. Also ich kann sagen, dass ich an einem Arbeitstag mehr Fisch in der Hand hatte, als Papa wahrscheinlich trotz den jährlichen Norwegenurlauben gesehen hat. Ich hab mal so durchgerechnet (ja, wenn man solch monotonen Arbeiten verrichtet, denkt man auch über son Mist während der Arbeit nach), dass ich so über 5000 Fische in den Händen hatte und wahrscheinlich ist diese Zahl noch wenig, weil ich mit recht geringen Schätzwerten gerechnet habe. (Wer selbst mal überschlagen möchte: 22-25 Fische sind in einem Karton, man schafft zwischen 2 und 4 Kartons in 5 Minuten, achja und man wirft ungefähr eine Fisch alle drei Kartons weg und muss sich dafür einen neuen nehmen aus ner andere Box)
Obwohl ich euch das ziemlich gern zeigen würde wie ich da aussehe bei der arbeit, wird des leider nichts werden, da ich keine Möglichkeit habe da von mir in voller Montur ein Foto machen zu können, weil ich schon wieder die Hälfte ausgezogen haben muss, bis ich an irgendetwas wie meinen Fotoapparat oder Handy rankomme. Dafür beschreib ich des mal kurz. Also man bekommt einen netten weißen Stoffoveral, den man sich über seine normalen Klamotten zieht und damit muss dann alles verdeckt sein, Schals, Tücher und Kapuzen müssen alle mit in den Overal (das heißt mit Kapuze sieht man schonmal aus wie Quasi Modo), dann bekommt man schöne weiße Gummistiefel in die man reinschlüpfen darf und die Hosenbeine Vom Overal reinstecken muss. Als nächstes bekommt man dann ein nettes weißes Haarnetz was man sich über die zurückgebundenen Haare ziehen muss. Und zum Schluss gibts dann die Handschuhe. Da zieht man sich weiße Stoffhandschuhe an, dann kommen blaue Gummhandschuhe drüber und dann gibt es noch weiße Plastikarmstulpen, die über die Arme gezogen werden. So sieht dann das komplette Outfit aus. Achja und Leute wie ich, die Piercings tragen, müssen die entweder rausnehmen oder wie ich abkleben, was ebenfalls ziemlich bescheuert aussieht, jedenfalls an der Nase.
So wie gesagt, ich würde euch ziemlich gern ein Foto zeigen, aber ich hoffe dass man sich das auch so ganz gut vorstellen kann^^.

So jetzt wieder zu den kleinen Veränderungen, das war eine und sicherlich habt ihr mitbekommen, dass ich noch nicht von Normi gesprochen habe. Das liegt aber daran, dass der sich am Donnerstag zu Hause langweilen durfte Genauso wie ich heute und letzten Freitag, weil kein Fisch und somit keine Arbeit für mich da ist. Seit Freitag darf Normi aber wieder mit Messi zusammen in der Recyclingfabrik arbeiten.
Soweit zu unserer Arbeit oder eben auch nicht^^.

Am Samstag waren wir in Waihi, der Goldgräberstadt und sind mit einer alten Bahn gefahren, die früher die Goldgräber zur Arbeit gefahren hat. Und dann haben wir noch einen schönen Bushwalk gemacht, der erstmal allerdings 2km durch einen dunklen Tunnel geführt hat, der mitten durch einen Berg ging und dann gings die ganze Zeit weiter am Fluss lang. (Bilder folgen wahrscheinlich irgendwann^^)
Und abends waren wir dann mit Normi mal auf Party gewesen (Messi war müde und wollte nicht mit). Wir waren in Tauranga inner Disko. Es ist wirklich wahnsinn wieviel (vor allem besoffene) Leute dort auf der Straße rumlaufen an einem Samstag Abend. Naja alles in allem mussten wir mit Norman feststellen, dass Alkohol ziemlich teuer ist, auch wenn scheinbar gar nichts davon drin war. Wir haben nämlich Cola-Wodka getrunken und naja, nichtmal einen Hauch von Wodka. Allerdings haben wir später auch gemerkt warum. Als wir nämlich irgendwann so verzweifelt waren und uns nach jeglicher Suche in den Getränken puren Wodka bestellt haben (was absolut widerlich ist), haben wir dann festgestellt, dass selbst der pure Wodka hier recht human war und bei weitem nich so gebrannt hat wie welcher aus Deutschland.
Eine weitere Feststellung (man könnte es eher als Offenbarung bezeichnen), die wir zwangsweise machen mussten, war dass die Mädels hier alle sehr freizügig sind. Man könnte sagen, dass was sie selbst wahrscheinlich für einen Rock oder Kleid bezeichnet hätten, war in jedem Fall ein Hauch von nichts, reichte gerade so bis in die Falte zwischen Arsch und Bein und man hatte das Gefühl, dass man alles sieht bei der nächsten kleinen Bewegung. Das Problem lag allerdings daran, dass wirklich alle (und damit meine ich wirklich ALLE) so rumgelaufen sind, egal welche Figur. Alles in allem wars aber doch ein ziemlich lustiger Abend, nur mit der Erkenntnis nächstes Mal noch eine weitere Flasche Sekt vorher zu Hause zu köpfen ;oP.


Erkenntnisse der letzten Tage:
1. Aucklander haben noch nie etwas von Recycling gehört. Ergo, Aucklandmüll is wiederlich.
2. Milch sollte nicht ausschließlich in milchigen Plastebehältern abgefüllt werden.
3. Makrelen haben Labyrinthe auf dem Rücken, man weiß nur nicht so recht wo Eingang und Ausgang ist.
4. Fische sind von unten hell, weil man sie so schlechter sieht, weil man von unten in die Sonne bzw in den Himmel guggt und von oben dunkel aus den gleichen Tarngründen. (Ich weiß, die meisten denken sich wahrscheinlich "Ach, wirklich??" aber ich habe vorher noch nie bewusst drüber nachgedacht, erst jetzt wo ich mir soviele angeschaut habe, also blöde Kommentare sparen, ich weiß dass das nur logische Folgen der Evolution sind.)
5. Meine Röcke sind eindeutig nicht zu kurz! Im Gegenteil zu hier gelt ich damit wahrscheinlich sogar als Nonne ;oP
6. Mount Maunganui ist einfach schön, vor allem bei einem Sonntag am Strand =)