Wirklich viel hat sich bei uns in den letzten Tagen nicht ereignet. Wir sind gerade in unserer "produktiven Phase" in der wir unsere Körper für etwas (sprich vielzuwenig) Geld hergeben. Aufgestanden wird bei uns jeden Tag spätestens um 7 Uhr (auch Sonntags, obwohl ich da ja immer beten gehe und das jetzt nicht kann^^). Danach gibt's ausgiebiges Frühstück während wir auf die SMS unseres Sklaventreibers warten, wo und ab wann wir den Tag denn zu arbeiten haben. Dann sind wir meist so 45' unterwegs (Toyutta macht sich prächtig!). Wir müssen aber auch jeden Tag auf gutes Wetter hoffen, weil wir bei Regen nicht arbeiten dürfen. Die Kiwipflanzen können sich sonst ganz leicht mit einem mysteriösen Bakterium anstecken ("It's like HIV"). Bis jetzt gab es zwei Tage, an denen wir frühzeitig nach Hause fahren mussten. Schön für uns und unsere Freizeit, schlecht für den Geldbeutel, weil wir ja nach geleisteter Arbeit bezahlt werden. Ansonsten ist die Arbeit anstrengend und nervtötend, also wie in Deutschland auch^^
Die wenige Freizeit verbringen wir in der Regel mit DVDs schauen oder Bücher lesen, denn wirklich aktiv sein kann man nach der Arbeit einfach nicht mehr. Unser Hostel ist wie schon berichtet klein und schnuckelig, gibt alles her, was man so braucht und ist obendrein noch günstig. Nachteil ist die nächtliche Geräuschkulisse. In einem 9-Bett-Zimmer wird viiiiel geschnarcht^^
Also ihr lieben Bankwärmer zuhause, uns geht es gut, wir müssen nicht am Hungertuch nagen und wir können uns sogar JEDEN TAG mit warmem Wasser waschen HOOORAY :P
Erkenntnis des Tages:
1. Wenn man mit anderen Leuten in einem Zimmer schläft, sollte man kein Knoblauch gegessen haben!
2. Inder haben einen Hang zum Brüllen und Rumschnauzen.
3. Ich habe mich seit etwa 2 1/2 Wochen nicht rasiert...